Afrika · 16 Routen
Weiche Sahara-Dünen, der weite Chott el Djerid und Berberdörfer am Rand der Wüste.
Tunesien ist für viele das Tor zur Sahara, das ohne große Bürokratie und mit kurzer Anreise erreichbar ist. Schon wenige Stunden hinter Tunis beginnt der Süden, wo Palmenoasen wie Tozeur und Douz in die endlose Weite übergehen. Der riesige Salzsee Chott el Djerid schimmert je nach Licht rosa und weiß, und dahinter rollen die ersten Dünen des Grand Erg Oriental. Wer das Sandfahren vorher in kalkulierbarem Rahmen üben möchte, ist im marokkanischen Erg Chebbi Dünen-Loop gut aufgehoben.
Das Land verbindet Wüstenabenteuer mit greifbarer Kultur: alte Ksour-Speicherburgen, Höhlenwohnungen rund um Matmata und freundliche Begegnungen am Rande der Pisten. Die Distanzen sind überschaubar, die Versorgung im bewohnten Norden gut. Sobald du tiefer in den Erg vordringst, beginnt aber echte Wüste mit allem, was dazugehört: Eigenverantwortung, Wasser, Reserve und Respekt.
Tunesien in Kürze
Von Oktober bis April. Im Wüstensüden sind die Sommermonate mit oft über 45 Grad lebensgefährlich heiß, während das Winterhalbjahr angenehme Tagestemperaturen und kühle Nächte bietet. Der Hochwinter eignet sich am besten für längere Sahara-Etappen.
Per Fähre von Italien (Genua oder Civitavecchia nach Tunis), Überfahrt rund einen Tag. Ein Carnet de Passages ist nicht erforderlich, das Fahrzeug wird bei Einreise in den Reisepass eingetragen. Eine lokale Versicherung kann an der Grenze nötig werden.
Ja, für die weichen Erg-Abschnitte unbedingt. Reifendruck absenken, konstanten Schwung halten und nie allein in tiefen Sand fahren. Für die ersten Sahara-Touren ist eine geführte Gruppe oder ein erfahrener Begleiter dringend zu empfehlen.