Asien · 19 Routen
Wehrtürme von Swanetien, hochalpine Kaukasus-Pässe und einsame Pisten an der Grenze zu Russland.
Georgien ist eines der lohnendsten und zugleich anspruchsvollsten Offroad-Ziele am Rand Europas. Der Große Kaukasus türmt sich mit über 5000 Meter hohen Gipfeln auf, dazwischen liegen abgeschiedene Bergrepubliken wie Swanetien mit seinen mittelalterlichen Wehrtürmen und Tuschetien, das nur über einen einzigen, berüchtigten Pass erreichbar ist. Wer hier fährt, sammelt Erlebnisse, die sich tief einprägen.
Das Land verbindet dramatische Hochgebirgskulisse mit einer Gastfreundschaft, die fast schon legendär ist. Eine spontane Einladung zum Essen mit reichlich Wein und der traditionellen Supra-Tafel gehört für viele Reisende zu den schönsten Erinnerungen. Gleichzeitig verlangen die Pisten echten Respekt: schmale Bergstraßen ohne Leitplanke, Furten und Wetterstürze fordern Erfahrung und ein zuverlässiges Fahrzeug. Wer Furten-Erfahrung sammeln will, findet sie auch im isländischen Hochland.
Georgien in Kürze
Von Juni bis September. Die hohen Kaukasus-Pässe wie der Abano-Pass nach Tuschetien sind erst nach der Schneeschmelze ab Juni befahrbar und schließen im Oktober. Der Hochsommer bietet die sicherste Wetterlage für die anspruchsvollen Bergstrecken.
Entweder per Fähre über das Schwarze Meer (etwa von Bulgarien nach Batumi) oder über Land durch die Türkei. Ein Carnet ist nicht nötig, das Fahrzeug wird bei Einreise temporär eingeführt. Eine lokale Kfz-Versicherung lässt sich an der Grenze abschließen.
Sehr anspruchsvoll. Die Straße über den Abano-Pass gilt als eine der gefährlichsten der Welt: schmal, ungesichert, mit steilen Abgründen und Furten. Sie ist nur mit erfahrenem Fahrer, gutem Allrad und stabilem Wetter zu empfehlen, niemals bei Regen oder in der Dämmerung.