Europa · 22 Routen
Schwarze Lavawüsten, gletschergespeiste Furten und die berüchtigten F-Roads im menschenleeren Hochland.
Island ist kein Land für gemütliches Asphalt-Cruisen, sondern für alle, die echtes Pistenfahren suchen. Sobald du die Ringstraße verlässt und auf eine F-Road abbiegst, beginnt eine andere Welt: schwarze Lavafelder bis zum Horizont, dampfende Geothermalquellen und Gletscherflüsse, die quer über die Piste laufen und durchfahren werden wollen. Das Hochland ist eine der letzten echten Wildnisse Europas.
Die Furten sind das prägende Erlebnis. Manche sind harmlos, andere führen reißendes Schmelzwasser und ändern ihren Pegel im Tagesverlauf. Hier zahlt sich Erfahrung aus: Wassertiefe einschätzen, im ersten Gang mit konstanter Drehzahl durch, niemals allein. Ein zweites Fahrzeug als Absicherung ist im Hochland kein Luxus, sondern Vernunft. Wer einsteigen will, beginnt mit der Highland-Piste F26; erfahrenere Fahrer wagen sich an die komplette Sprengisandur-Durchquerung oder die abgelegene Westfjorde-Schleife.
Island in Kürze
Das Hochland und die F-Roads öffnen je nach Schneelage erst Mitte bis Ende Juni und schließen Anfang September wieder. Außerhalb dieses Fensters sind die meisten Pisten gesperrt und Furten nicht passierbar.
Mit der Fähre Norröna von Hirtshals (Dänemark) über die Färöer nach Seyðisfjörður, Überfahrt rund zwei bis drei Tage. Ein Carnet de Passages ist nicht nötig, aber die Kfz-Versicherung sollte Island ausdrücklich einschließen.
Nein. Offroad-Fahren neben den markierten Wegen ist in Island streng verboten und wird mit hohen Bußgeldern geahndet, weil die empfindliche Vegetation Jahrzehnte zur Erholung braucht. Erlaubt sind nur die ausgewiesenen F-Roads.